Basel blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Wir möchten hier einen kurzen Blick in die ereignisreiche Geschichte der Stadt Basel werfen und die verschiedenen an der Zeitstrasse durch Darstellergruppen vertretenen Epochen näher vorstellen.
In der sogenannten Latène-Zeit gab es dort, wo später Basel entstehen sollte, Siedlungen der Kelten. Zuerst im Bereich zwischen Voltaplatz und Rheinufer, wo sie neben Wohnhäusern auch Getreidespeicher und Bestattungsplätze anlegten. Später liessen sie sich auf dem Münsterhügel in einem befestigten Oppidum nieder. Auch im oberen Kleinbasel gab es Forschern gemäss wohl einige keltische Gehöfte, wo Bauern in Holzhäusern wohnten und von Viehzucht und Getreideanbau lebten. Die keltische Zeit belebt die Gruppe Nantaror.
Im letzten Jahrzehnt vor Christus bauten die Römer als Eroberer auf dem Münsterhügel eine befestigte Keltensiedlung zum Kastell aus. Dies sollte zum Ausgangspunkt für die römische Herrschaft werden, die Basel eine neue Kultur brachte. Zum Zentrum wurde das nahe Augst, während Basel eine römische Militärstation mit einem kleinen Dorf war. Aus Kelten wurden Romanen. Nach einer lange Friedenszeit bauten die Römer 374 die Festung Robur und erstmals wurde der Name "Basiliam" genannt. Diese Epoche bringt die Gruppe Legio XI C.P.F. zurück.
Nach dem Abzug der Truppen Roms um 400 zerfiel die römische Provinzverwaltung. Handel und Gewerbe verloren ihre Bedeutung und die Landwirtschaft gewann an Boden. Die auf dem Münsterhügel lebende romanische Bevölkerung bekam mit Franken und Alamannen Nachbarn von denen sie vorerst noch getrennt lebten. Die Alamannen siedelten im 6. Jahrhundert rechts des Rheins. Sie hinterliessen in Kleinbasel ihre Spuren, wie etwa ein Gräberfeld in Kleinhüningen. Aus dieser Zeit belebt die Adalar-Sippe das Leben der Alamannen.
Die Stadt Basel war im frühen 13. Jahrhundert hinter der Stadtmauer geborgen, die Bischof Burkart von Fenis um 1080 erbaut hatte. Die Zünfte standen noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung und die Macht des Bischofs als Stadtherr stand in voller Blüte. Dieses Jahrhundert brachte der Stadt viele Klostergründungen. Eines der Klöster war die um 1210 entstandene Komturei der Hospitaliter, die sich an der Landstrasse vor dem Kreuztor niederliessen um Pilger und Reisende zu beherbergen. Ihr Orden gab den Quartier St.Johann den Namen. Diese Zeit stellt die Gruppe Comthurey Alpinum dar.
Im ausgehenden 14. Jahrhundert gewann die Stadt Basel an Macht während der Bischof Privilegien einbüsste. 1373 verpfändete er das Zollrecht und das Münzrecht an Basel, und 1392 erwarb die Stadt Kleinbasel vom Bischof. Die Handelsstadt am Rheinknie wuchs über ihre alten Mauern hinaus. Um 1399 war der neue Mauerring vollendet, der nun auch den Vorstädten Schutz bot. Aus dieser Zeit zeigt De nobile sanguine den Alltag des Adels, der in jenen Jahren allmählich seine gehobene Stellung an das aufstrebende Bürgertum abtreten musste.
In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts keimte in Basel der Humanismus auf. Dazu trug die 1460 gegründete Universität ebenso bei wie die hier 1468 aufgekommene Kunst der Buchdruckes. Einer deren wichtigsten Vertreter war der 1481 in die Zunft zu Safran aufgenommene Johannes Amerbach, der bald mit Johannes Petri und Johannes Froben das bedeutende Druckertrio bildete, welches Basel berühmt machte. Aus dieser Zeit stellt Margaritae das zivile Leben in der Schweiz dar.
Der 30jährige Krieg brachte Basel als Grenzstadt Gefahr und Not. Die Pest 1609/10, 1628/29 und 1633/36 so wie die Ruhr 1623 suchten Basel heim. Im Winter 1632/33 fielen plündernde schwedische Truppen ins nahe Elsass ein, und die Stadt fürchtete das Schlimmste. Mehrfach zogen gegnerische Heere durch das Baselbiet. Schweden plünderten Oberwil, und vor Pratteln kam es 1638 zum Reitergefecht der Kriegsparteien. Aus dieser Epoche belebt die Defensionale von Wyl die Anstrengungen der Eidgenossenschaft um den Schutz der Grenzen.
Um 1760 war Basel die Metropole des Seidenbandes. Produktion und Handel mit der kostbaren Textilie brachten Geld in die Stadt. Die Seidenbandherren zeigten ihren Reichtum mit prächtigen Häusern, die sie auf dem Münsterhügel oder auch als Landsitze vor den Stadtmauern bauen liessen. In jenen Tagen kam in Basel der Mundartdichter Johann Peter Hebel zur Welt. Der spätere Basler Staatsmann Peter Ochs verlebte damals seine Kinderjahre zwischen Hamburg und Basel. Diese Zeit bringt die Gast-Gruppe aus Deutschland zurück.
Nach der Besetzung durch französische Truppen 1798 ging Basel durch die Zeit der Helvetik und der Mediation. Die Franzosen wischten das alte Machtgefüge weg. Ihre Bajonette brachten aber auch die Glaubensfreiheit, die Abschaffung des Zunftzwangs und die Öffnung des Bürgerrechts, wofür sich der Basler Staatsmann Peter Ochs sehr einsetzte. Aber wie die übrige Schweiz musste Basel Tribut an Frankreich entrichten und Männer für Napoleons Armeen stellen. Diese Zeit stellen die Gruppen L'empire und Les Voltigeure du 3éme rgt. Suisse au service de la France dar.
Im Sonderbundskrieg 1847 wollte Basel nicht militärisch am Kampf teilnehmen sondern bewachte die Grenze zu Baden und Frankreich. Während der Badischen Aufstände 1848 und 1849 überwachten Schweizer Truppen, die sich zwei Jahre zuvor noch bekämpften, gemeinsam die Rheinlinie. Während der Neuenburgerkrise 1856/57 kamen wiederum Truppen aus der ganzen Schweiz nach Basel um die Grenze gegen die Preussen zu schützen. Als indirekte Folge der Truppeneinquartierung wurde 1863 die neue Kaserne eröffnet. Diese Jahre belebt der Verein Rost & Grünspan.
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