Um unsere Gegenwart zu verstehen, müssen wir unsere Vergangenheit kennen. Geschichte muss dabei nicht immer hinter Glas verschlossen oder zwischen zwei Buchdeckeln versteckt sein. Geschichte kann auch visualisiert werden, anfassbar und erlebbar sein. Geleitet von dieser Idee ist unsere Veranstaltung: Zeitstrasse Basel – Geschichte erleben...
Auf dem Bruderholz um die Batterie und Wasserturm sollen 2000 Jahre Geschichte Basels zu neuem Leben erweckt werden. Die Zeitspanne reicht dabei von den Kelten, die rund 200 Jahre vor Christi Geburt auf dem Münsterhügel ein befestigtes Oppidum errichteten bis hin zur Zeit, als der französische General Bourbaki im Februar 1871 mit knapp 90‘000 Soldaten in die Schweiz flüchtete.
Rund zehn Gruppen aus der ganzen Schweiz zeigen den interessierten Besucherinnen und Besuchern erlebbare Geschichte. Die Gruppen sehen sich als Teil der weltweiten Bewegung, welche "Living History" genannt wird, was soviel wie "gelebte Geschichte" bedeutet. Diese Bewegung versucht, so realistisch und authentisch wie möglich historische Lebenswelten durch Personen, deren Kleidung, Ausrüstung und Gebrauchsgegenstände in Material und Stil entsprechend darzustellen. Dem Besucher ergeben sich dadurch vielseitige Möglichkeiten, die Lebensweisen, das Handwerk und die Kleidung verschiedener Epochen aus der Geschichte Basels zu sehen und zu erleben; zivil wie auch militärisch. Handwerker ergänzen dabei die Gruppen und zeigen traditionelles Handwerk und längst vergessene Berufe.
Nach dem grossen Erfolg im Jahr 2011 und vielen positiven Feedbacks hat sich der Verein Zeitstrasse Basel entschlossen, die Zeitstrasse Basel fortzusetzen. Zwar gibt es verschiedene Anlässe, die sich einer Epoche verschrieben haben, wie etwa das Römerfest in Augusta Raurica oder die verschiedenen Mittelalterfeste, doch ein Anlass, welcher über 2000 Jahre Geschichte abdeckt, ist für die Schweiz auch weiterhin ein Novum.
Die Zeitstrasse Basel füllt diese Lücke und zeigt 2000 Jahre Basler und Nordwestschweizer Geschichte.